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JAHRESBERICHT Nr. 12 / 2017

 

Liebe Freunde und Förderer des Assisi Illam und des Ho-Wi-Projekts-

Indien e.V.

 

Eigentlich könnte ich den 1. Abschnitt des letzten Jahresberichts

übernehmen: business as usual! Keine besonderen Ereignisse bei uns

und auch keine in Indien – soweit wir wissen.

Unser Kontakt zu den Indern ist spärlich. Auch waren wir nicht vor Ort,

so dass wir davon ausgehen, dass alles seinen normalen Gang geht.

Seit "Bala Krishna" in Rente ist, hören wir noch weniger. Über ihn war

auch der Kontakt zu dem kleinen, schwerkranken Mädchen Varshana.

Von ihr wissen wir gar Nichts.

Wir hatten von unserem Freund Manu berichtet, der seinerseits ein

kleines Projekt auf die Beine stellen wollte, Kindern von

Wanderarbeitern Schulausbildung zu ermöglichen. Leider ist ihm, im

Moment, aus privaten Gründen, nicht die Möglichkeit gegeben,

irgendein Projekt zu entwickeln. Somit hat ihm der Ho-Wi-Verein auch

keine finanzielle Unterstützung zukommen lassen. Es war angedacht

einen Schulbus zu finanzieren.

Perspektivisch hat sich leider auch nichts getan, im vergangenen Jahr.

Balla ist ohne Ersatz und Wolf&ich sind ein Jahr älter geworden und

haben leider auch keine Nachfolger gefunden.

Das Flüchtlingsproblem hat Deutschland und Europa fest im Griff und

das wird noch lange so bleiben. Jetzt stellt sich langsam heraus,

welche Mamut-Aufgabe das für unsere Gesellschaft ist.

Wir haben uns, in kleinem Rahmen, bemüht einen Mini-Anteil zu

leisten.

Wir hatten in der letzten Jahresversammlung darüber diskutiert und

von euch/Ihnen das O.K. bekommen.

So haben wir einem Afghanen und einem Iraner den Mofa-

Führerschein finanziert.

Einmal haben wir eine Spende zum Benzin-Geld für ehrenamtliche

Fahrdienste gemacht.

Eine etwas größere Hilfe haben haben wir dieses Jahr in Angriff

genommen:

Wir unterstützen Ahmed aus Somalia, der schon ein paar Jahre hier

ist und nun abgeschoben werden soll. Mit Hilfe von deutschen

Betreuern hat er Widerspruch gegen die Abschiebung eingelegt. Wir

haben uns entschieden, uns an den Gerichtskosten, bis zu 1000.-

Euro, zu beteiligen.

Bei diesen Flüchtlingsaktionen habe ich festgestellt, dass doch

wirklich Welten zwischen unseren Kulturen liegen. Alle 3 jungen

Männer haben, ziemlich selbstverständlich, die Zuwendungen

angenommen und das war’s dann.

Ich kann damit sehr schwer umgehen. Ich gebe gerne, helfe gerne.

Aber, wenn ich kein "feedback" bekomme, kein winziges

"danke"....was soll ich davon halten? Ich bin zunehmend frustriert und

muss mich richtig anstrengen, nicht all diese armen Kerle über einen

Kamm zu scheren. Ich hätte nicht gedacht, dass helfen so

anstrengend sein kann.

Auch dieses Jahr gibt es wieder eine Menge Diskussionsbedarf und

ich hoffe auf zahlreiches Kommen mit guten Ideen.

 

Herzlichen Dank Euch/Ihnen allen für die Unterstützung und Treue.

Namaste!

Annette & Wolf